Der Marder sucht das Auto im Sommer häufiger auf

(08.06.2013)

Im Sommer ist für die Marder die Paarungszeit angebrochen, in dieser Zeit verteidigen die Männchen besonders heftig ihr Revier und leider nutzen viele den engen Raum unter der Motorhaube als kuschlige Wohnhöhle.

© Andreas Böhm - Fotolia.com
© Andreas Böhm – Fotolia.com

Wenn man nun mit dem Auto öfters an unterschiedlichen Orten parkt, kann sich am neuen Ort wieder ein Marder im Motorraum „einnisten“, jedoch haftet an den verschiedenen Teilen im Auto noch der Geruch des möglichen Rivalen, dies führt oft dazu, dass sich das Tier in eine sogenannte Beißattacke steigert und dann wild um sich beißt (und auch vor Kabeln und Schläuchen nicht halt macht, weil an ihnen noch der Geruch des Nebenbuhler haftet).
Pro Jahr bleiben laut GDV 230.000 Autos liegen, weil das Fahrzeug nicht mehr Fahrbereit ist, weil wichtige Leitungen zerstört worden sind.

Schäden, die Marder oder auch andere Tiere unter der Motorhaube anrichten, sind meist in der Teilkasko mitversichert. Allerdings bieten nicht alle Versicherungen diesen Schutz. Wer es also genau wissen will, sollte bei seinem Versicherer nachfragen oder einen Blick in seine Bedingungen werfen. Zudem sind in der Teilkasko-Versicherung manchmal nur die unmittelbaren Schäden – also die zerbissenen Schläuche oder Dämmstoffe – versichert. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn der Motor oder die Bremsen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Bei manchen Versicherungen sind auch diese Folgeschäden bis zu einer Summe von 3.000 Euro mitversichert.

Wenn sich das kleine Raubtier an den Schläuchen und Kabeln von Autos, Campingfahrzeugen oder Krafträdern vergangen hat, greift natürlich auch die Vollkasko-Versicherung. Wer allerdings einen Schaden meldet, wird in seinem Schadenfreiheitsrabatt hochgestuft und muss aus der eigenen Tasche einen Selbstbehalt von meist 300 Euro zahlen.

Diese Beißattacken kosten nicht nur Geld, sie können auch gefährlich werden, wenn der Marder die Brems- oder Kühlwasserschläuche zerbeißt. Um letzteres zu bemerken, hilft ein Blick auf die Temperaturanzeige des Kühlwassers während der Fahrt. Geht der Zeiger in den roten Bereich, sollte auf jeden Fall ein Blick unter die Motorhaube geworfen werden.

Wer umzieht und auf Nummer sicher gehen will, der kann eine Motorwäschen vornehmen (lassen).

Für den Stellplatz oder Carport kann man als günstige Lösung auch einen Kaninchendraht auf einen Holzrahmen befestigen und dann mit dem Auto über den Draht parken. Viele Tiere lassen sich dadurch abschrecken, alternativ gibt es auch Marderschrecke, manche arbeiten mit Tönen (woran sich die Tiere gewöhnen können) und bei der anderen Lösung werden im Motorraum elektrische Kontakte verteilt, so dass der Marder einen nicht tödlichen Stromschlag erhält und das Weite sucht.

Via: Auto-Medienportal

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